Online Omaha-Poker

Online Omaha ist eine Hold'em-Variante, die sich großer Beliebtheit erfreut - vor allem aufgrund der vielen Kombinationsmöglichkeiten bei einer Hand. Bei Omaha erhält jeder Spieler zu Beginn einer Hand vier statt zwei verdeckte Karten. Wie bei den meisten Formen von Poker wird auch bei Omaha ein 52-Kartendeck verwendet.

Nachfolgend erhalten Sie eine ausführliche Beschreibung von Online-Omaha.

Blinds

Bei Omaha beginnt jede Hand mit zwei Blinds. Blinds sind Einsätze, die vor dem Austeilen der Karten von zwei Spielern getätigt werden müssen, und dafür sorgen sollen, die Spielaktivität am Tisch anzukurbeln. Wenn kein Geld im Pot wäre, hätte der erste Spieler, der eine Entscheidung treffen muss, keinen Anreiz zum Setzen. Die Position des Dealers ist durch eine weiße Scheibe gekennzeichnet. Diese Position wird auch als "Dealer Button" oder einfach nur als "Button" bezeichnet. Es ist die Position, von der aus ein echter Dealer am Tisch die Karten austeilen würde. Bevor Karten ausgeteilt werden, muss der Spieler, der links vom Button sitzt, (üblicherweise) Chips in Höhe des halben Mindesteinsatzes für das Spiel bezahlen (auch als "Small Blind" bezeichnet). Der Spieler links vom Small Blind setzt dann den Mindesteinsatz des Spiels, "Big Blind" genannt.

Platz nehmen

Wenn Sie an einem Tisch Platz nehmen, müssen Sie warten, bis Sie in der Position des Big Blinds sind. Da der Button nach jeder gespielten Hand einen Platz nach links rückt (im Uhrzeigersinn) kommen Sie schließlich automatisch in die Position des Big Blinds. Wahlweise können Sie den Blind bezahlen (d.h. einen Einsatz in Höhe des Big Blinds setzen), um bei der nächsten Hand, bei der Sie nicht im Small Blind oder in der Position des Dealers sitzen, mitspielen zu können.

Jeder Spieler muss einmal pro Runde einen Small Blind und einen Big Blind in den Pot einzahlen. Wenn Sie die Blinds in einer Runde verpassen, müssen Sie entweder warten, bis Sie wieder in der Position des Big Blinds sind, oder einen Einsatz in Höhe des Big Blinds tätigen. Das machen Sie ein Mal.

Erste Runde

Nach dem Setzen der Blinds teilt der Dealer jedem Spieler nacheinander vier verdeckte Karten aus, wobei er beim Small Blind beginnt. Diese vier Startkarten nennt man auch "Hole Cards". Auch wenn Ihre Hole Cards auf Ihrem Bildschirm offen angezeigt werden, können nur Sie sie sehen. Gleichermaßen erscheint auf Ihrem Bildschirm nur die Rückseite der Startkarten Ihrer Mitspieler. Die Darstellung ist also für jeden Spieler gleich - jeder sieht nur die eigenen Hole Cards.

Jeder Spieler erhält zu Beginn einer Hand vier statt zwei verdeckte Karten. Danach legt der Dealer fünf Karten aufgedeckt in die Mitte des Tisches. Diese Gemeinschaftskarten sind Teil der Pokerhand jedes Spielers, sodass jedem Spieler insgesamt neun Karten zur Verfügung stehen. Ein weiterer Unterschied zwischen Omaha und Hold'em besteht darin, dass die Fünf-Karten-Hand jedes Spielers aus genau zwei (nicht mehr, nicht weniger, aber zwei beliebigen) seiner Hole Cards und genau drei (nicht mehr, nicht weniger, aber drei beliebigen) der fünf Community Cards (Gemeinschaftskarten) gebildet wird. Es sind wesentlich mehr Gewinnkombinationen möglich als bei Hold'em. Bei Hold'em besteht die Startkombination aus nur zwei Karten, bei Omaha aus sechs.

Selbst wenn Sie noch keine Erfahrung mit Omaha-Spielen haben, brauchen Sie sich keine Gedanken darüber zu machen, welche die besten Karten sind. Die Software wählt automatisch die besten fünf Karten für Sie aus, sobald die Hände verglichen werden.

Beispiel: Wenn Ihre Hole Cards drei Asse enthalten und ein As auf dem Board liegt, besteht Ihre beste Hand nicht aus vier Assen. Wenn das Board auch ein Paar enthält, wäre Ihre beste Hand ein Full House (Aces Full). Angenommen Sie hätten als vierte Karten einen König, bei einem Board mit A Q J 10 9 in drei verschiedenen Farben, dann wäre Ihre beste Hand eine Straight mit dem As als höchster Karte - die Nuts auf diesem Flop. Sie bilden diese Hand aus A-K mit Ihren verdeckten Karten in Kombination mit Q-J-10 vom Board. (Es kann aber gut sein, dass Sie den Pot teilen müssen.) Jeder Spieler mit K Q, K J oder K 10 in seinen Hole Cards würde ebenfalls eine Straight mit dem As als höchster Karte haben.) Mehr über die verschiedenen Kartenkombination und deren Wertigkeiten erfahren Sie unter "Rangfolge der Pokerhände".

Wie bei jeder Form von Poker geht es bei Omaha ums Setzen. Bei Omaha gibt es vier Setzrunden. Die Höhe der Einsätze hängt von der Spielstruktur ab, wobei es bei Omaha drei Varianten gibt:

  • Limit-Spiel - bei Limit Omaha ist der Einsatz für jede Setzrunde festgelegt. In einem $5/$10 Spiel beträgt der Small Blind $2,50, der Big Blind $5, und in den ersten zwei Setzrunden erfolgen alle Einsätze in $5-Schritten. In den letzten zwei Setzrunden erfolgen die Einsätze in $10-Schritten. Es gibt maximal drei weitere Erhöhungen pro Setzrunde.
  • Pot Limit-Spiel - bei Pot Limit Omaha kann ein Spieler jeden Betrag vom Minimum bis zur Höhe des Pots setzen. In einem $5/$10 Pot Limit-Spiel beträgt der Small Blind $5 und der Big Blind $10. Der erste Spieler kann den Big Blind mitgehen (in diesem Fall $10) oder auf jeden Betrag bis zur Gesamthöhe des Pots erhöhen. Eine Erhöhung muss entweder dem vorherigen Einsatz oder der vorherigen Erhöhung entsprechen oder diese übersteigen. In diesem Fall würde ein Raise in Pothöhe $25 ($5 Small Blind + $10 Big Blind + $10 Call) betragen, sodass Spieler Nummer drei insgesamt bis zu $35 setzen kann. Angenommen, Spieler Nummer drei macht ein Raise in Pothöhe, dann beträgt der gesamte Pot jetzt $50.
     Wenn der nächste Spieler an der Hand teilnehmen möchte, muss er $35 mitgehen, was dem Einsatz von Spieler Nummer drei entspricht. Wenn er um das Maximum erhöhen möchte, würde er $120 setzen, was der Höhe des Pots ($50) plus einem Raise von $70 ($35 Call + $35 Raise) entspricht.
  • No Limit-Spiel - bei No Limit Omaha kann ein Spieler jeden Betrag vom Mindesteinsatz bis zur maximalen Zahl an Chips, die er vor sich hat, setzen. Wie bei Pot Limit gibt es in einem $5/$10 No Limit-Spiel Blinds in Höhe von $5 bzw. $10.

Das Setzen in der ersten Runde beginnt immer beim Spieler links vom Big Blind. Diese Position wird auch als "Under the Gun" bezeichnet. Als erster Spieler haben Sie drei Optionen. Sie können Folgendes tun:

  • Fold (ablegen)
  • Mit dem Minimum callen (limpen)
  • Mit einem Raise eröffnen

Sie wählen Ihre Aktion aus, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche klicken. Wenn Sie an der Reihe sind und folden, werden Ihre Karten aus dem Spiel entfernt und erscheinen nicht mehr auf dem Bildschirm. Sie müssen bis zur nächsten Hand warten und spielen nicht mehr um den aktuellen Pot. Wenn Sie ablegen, dann hat der nächste Spieler die gleichen Handlungsmöglichkeiten. Wenn alle, einschließlich des Small Blinds, ablegen, geht der Pot an den Big Blind und die nächste Hand wird ausgeteilt.

Wenn Sie oder ein anderer Spieler den Pot eröffnen, hat jeder nachfolgende Spieler drei Möglichkeiten:

  • Fold (ablegen)
  • Call (mitgehen) - einen Betrag in Höhe der vorangegangen Bet setzen
  • Raise - den vorangegangen Einsatz erhöhen

Jedem Spieler stehen dieselben drei Möglichkeiten zur Auswahl. Wenn es eine Erhöhung gab, muss jeder Spieler, der weiterspielen möchte, entweder den gesamten bisherigen Einsatz mitgehen oder erhöhen. In jeder einzelnen Setzrunde darf es maximal einen Einsatz plus drei Erhöhungen geben. Wenn die Blinds mit dem Setzen an der Reihe sind, haben sie die gleichen Möglichkeiten. Da sie bereits Chips in den Pot gesetzt haben, zählen diese Chips zu ihrem Einsatz.

Der Big Blind, der bereits $2 in den Pot investiert hat, zahlt $2 weniger als die anderen Spieler, um an der Hand teilzunehmen. Wenn es keine Erhöhungen gegeben hat, bevor der Big Blind an der Reihe ist, stehen ihm verschiedene Optionen zur Verfügung. Er kann erhöhen. In diesem Fall hat daraufhin jeder aktive Spieler die Möglichkeit, das Raise zu callen, zu reraisen oder zu folden. Der Big Blind hat auch die Möglichkeit, nicht zu raisen, sodass die Setzrunde abgeschlossen ist.

Der Flop

Sobald das Setzen für die erste Runde abgeschlossen ist, also jeder die Gelegenheit hatte, die Karten abzulegen oder den gesamten Einsatz zu bezahlen, teilt der Dealer drei offene Karten in der Mitte des Tisches aus. Diese ersten drei der Gemeinschaftskarten nennt man den "Flop".

Nun findet eine zweite Setzrunde statt. In dieser Runde beginnt der erste aktive Spieler (also ein Spieler, der noch Karten hat) links vom Button mit dem Setzen. Wenn der Small Blind in der ersten Runde mitgegangen ist, wäre er als erster an der Reihe, obwohl er in der ersten Setzrunde als Vorletzter gehandelt hat. Nur in der ersten Runde (manchmal auch Preflop-Runde genannt) beginnt das Setzen an anderer Stelle. In allen Runden nach der ersten hat der erste Spieler zwei Optionen:

  • Check - keinen Einsatz machen
  • Bet (setzen) - einen Einsatz in der für diese Runde passenden Höhe machen

Wenn niemand setzt, stehen jedem Spieler dieselben Möglichkeiten zur Auswahl. Es ist in jeder Runde, außer der ersten, möglich, dass nicht gesetzt wird. Wenn in einer Runde kein Einsatz getätigt wird, wird nur gecheckt.

Wenn jemand setzt, hat jeder nachfolgende Spieler drei Möglichkeiten:

  • Fold (ablegen)
  • Call (mitgehen) - einen Betrag in Höhe der vorangegangen Bet setzen
  • Raise - den vorangegangen Einsatz erhöhen

Ein Spieler, der checkt, behält seine Karten. Wenn jemand setzt, hat ein Spieler, der zuvor gecheckt hat, die drei beschriebenen Möglichkeiten, sobald er wieder an der Reihe ist. Wenn jemand checkt und dann erhöht, wenn er wieder handeln muss, spricht man von einem "Check-Raise". Wenn Sie mit der Absicht checken, anschließend zu erhöhen, laufen Sie natürlich Gefahr, dass niemand setzt.

Der Turn

Sobald das Setzen für die zweite Runde abgeschlossen ist, also sobald jeder die Gelegenheit hatte, zu checken oder den gesamten Einsatz für diese Runde zu bezahlen, teilt der Dealer eine weitere offene Karte in der Mitte des Tisches aus. Diese vierte Gemeinschaftskarte nennt man auch den "Turn".

Es findet eine dritte Setzrunde statt. Das Setzen beginnt wieder beim ersten aktiven Spieler links vom Button. Das Setzen wird auf die gleiche Weise wie in der zweiten Runde fortgesetzt. In einem Limit-Spiel beträgt die Einsatzhöhe in der dritten und vierten Runde für gewöhnlich das Doppelte der ersten zwei Runden.

Der River

Sobald das Setzen in der dritten Runde abgeschlossen ist, teilt der Dealer eine fünfte und letzte offene Karte in der Mitte des Tisches aus. Diese letzte Gemeinschaftskarte nennt man den River.

Dann folgt die vierte und letzte Setzrunde. Das Setzen beginnt wieder beim ersten aktiven Spieler links vom Button. Das Setzen wird auf die gleiche Weise wie in den zwei vorherigen Runden fortgesetzt.

Showdown

Wenn die Spieler in der vierten Runde alle Einsätze getätigt haben, ist das Setzen vorbei und es kommt zum "Showdown". Die verbleibenden Spieler zeigen ihre Karten und es gewinnt die Hand aus den besten fünf Karten, die sich mit zwei der vier Hole Cards eines Spielers in Kombination mit drei Gemeinschaftskarten bilden lässt. Die Software bestimmt die Gewinnerhand und vergibt den Pot an den Spieler, der diese Hand hält. Haben mehrere Spieler gleichwertige Hände, dann wird der Pot unter ihnen aufgeteilt. Manchmal kann der Pot nicht gleichmäßig an alle Spieler verteilt werden. Sollten Chips im Pot übrig sein, dann werden diese "Extra"-Chips nacheinander an die verbleibenden Spieler vergeben, angefangen beim Spieler, der am nächsten links vom Button sitzt.

Die Spieler zeigen ihre Karten nicht gleichzeitig. Der Showdown findet in einer bestimmten Reihenfolge statt.

Die Software zeigt zuerst die Karten des Spielers, der in der letzten Runde zuerst gesetzt hat, oder die Karten des Spielers, der zuletzt erhöht hat. Hält der nächste aktive Spieler eine gleichwertige oder bessere Hand als die zuvor aufgedeckten, dann zeigt die Software die Karten dieses Spielers. Wenn der nächste aktive Spieler keine bessere Hand hat, bietet ihm die Software die Option, seine Karten zu zeigen oder sie verdeckt abzulegen ("muck"). Die Software bietet nacheinander jedem Spieler diese Möglichkeit - die Hand zeigen, wenn sie gleichwertig oder besser ist als bisher gezeigte Hände, oder eine schlechtere Hand zeigen oder verdeckt ablegen. Der Pot geht an den Spieler mit der besten Hand.

Falls jemand in der letzten Setzrunde setzt oder erhöht und kein anderer Spieler am Tisch mitgeht, kommt es nicht zum Showdown und die Software vergibt den Pot an den Spieler, der den ungecallten Einsatz getätigt hat. Das Gleiche gilt auch für alle vorangegangen Runden. Wenn dies in früheren Setzrunden passiert, werden keine weiteren Karten ausgegeben, da die Hand abgeschlossen ist.

Es kann passieren, dass ein Spieler keine Chips mehr hat, bevor die Setzrunden vorbei sind. In diesem Fall werden ein oder mehrere Side Pots eingerichtet und die Software vergibt entsprechende Main Pots und Side Pots. Ist ein Spieler All-in gegangen, findet auch dann ein Showdown statt, wenn gesetzt oder erhöht wurde, und kein anderer Gegner am Tisch gecallt hat.

Spieler sehen meist davon ab, verlorene Hände zu zeigen. Sie haben jedoch das Recht, die Karten aller beim Showdown noch aktiven Spieler zu sehen - selbst wenn sie nicht aufgedeckt wurden. Klicken Sie auf LETZTE HAND, um ein neues Fenster zu öffnen, in dem die Ergebnisse der letzten Hand und die Karten aller beteiligten Spieler gezeigt werden.

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